3-Wege-Finanzierung
14. Sep 2009 | Rubrik: Autofinanzierung / PKW & KFZ FinanzierungDie 3-Wege-Finanzierung ist eine Spezialform der Kreditfinanzierung, welche vorwiegend im Autohandel zur Anwendung kommt. Sie ist grundsätzlich auf andere Güter übertragbar, bei welchen eine Rückgabe am Ende der ursprünglich vereinbarten Laufzeit möglich ist. In der Praxis werden mit Ausnahme von Automobilen und Motorrädern aber so gut wie keine Güter auf diese Weise finanziert.
Zunächst wird ein Kreditvertrag mit monatlichen Raten vereinbart, hierbei kann ein Teil des Kaufpreises in Form einer Einmalzahlung entrichtet werden. Während der Laufzeit des Kreditvertrages zahlt der Kunde monatliche Raten, welche zugleich die Zinsen als auch eine teilweise Tilgung des Darlehens abdecken. Am Ende der vereinbarten Laufzeit hat der Käufer die Wahl, ob er das Fahrzeug an den Händler zurückgibt. Wenn er diesen Weg wählt, muss er unter Umständen eine weitere Zahlung leisten, sofern die vereinbarte Anzahl an gefahrenen Kilometern überschritten wurde oder das Fahrzeug aus anderen Gründen nicht den vereinbarten Restwert aufweist. Eine andere Möglichkeit für den Käufer besteht darin, den noch nicht getilgten Teil des ursprünglichen Darlehens durch einen weiteren Kredit zu tilgen. Dieser Vertrag wird üblicherweise zu den dann geltenden Marktkonditionen abgeschlossen, Forward Darlehen sind bei der Fahrzeugfinanzierung bislang unüblich. Als dritte Variante steht dem Käufer der Erwerb des Fahrzeugs gegen Zahlung der Schlussrate zur Verfügung. Ihren Namen hat die 3-Wege-Finanzierung auf Grund der drei möglichen Verhaltensweisen am Ende der Vertragslaufzeit erhalten.
Als für den Verbraucher besonders sinnvoll hat sich die 3-Wege-Finanzierung erwiesen, wenn er das Fahrzeug durch die vollständige Bezahlung der Schlussrate am Ende der Laufzeit erwerben kann. Somit ist es sinnvoll, eine Laufzeit zu vereinbaren, an deren Ende ein Sparvertrag oder eine Lebensversicherung zur Auszahlung kommt.
Die 3-Wege-Finanzierung wird sowohl über den Händler als auch von unabhängigen Kreditinstituten angeboten. Während der Händler über seine Autobank in der Regel günstige Zinssätze anbieten kann, hat die Aufnahme des Darlehens bei einer anderen Bank den Vorteil, dass der Käufer im Autohaus als Barzahler auftritt und somit einen größeren Preisnachlass aushandeln kann.
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