Abschlussfinanzierung | Rechtzeitig informieren und hart verhandeln lohnt sich
25. Jun 2009 | Rubrik: Aktuell und Allgemeines über KrediteUnter einer Abschlussfinanzierung versteht man den Prozess, der in Gang kommt, wenn die zeitliche Befristung eines Darlehens ausläuft. Entweder ist zu diesem Zeitpunkt das Darlehen getilgt oder es muss eine sogenannte Anschlussfinanzierung erfolgen, die im einfachsten Falle einfach in einer Fortführung des bestehenden Darlehensvertrages resultieren kann. Da sich aber in den meisten Fällen in der Zwischenzeit Zinsen, Gebühren und andere Kosten geändert haben, wird es auf eine neue Vertragsverhandlung mit dem Kreditinstitut hinauslaufen. Dabei gilt grundsätzlich, dass das Kreditinstitut bestrebt ist, für sich den maximalen Profit herauszuholen. Das gilt insbesondere, wenn in der Zwischenzeit der allgemeine marktübliche Darlehenszinssatz gesunken ist. Die Erfahrung lehrt, dass auch in diesen Situationen sich die Kreditinstitute sehr schwer damit tun, Anschlussfinanzierungen zu verbesserten Konditionen zu gewähren. Mit dem Verweis auf entstehende Kosten bei einem Wechsel des Kreditinstituts für Beglaubigungen für die Abtretungserklärungen oder für Eintragungen ins Grundbuch, versucht man den Kreditnehmer zu einer Fortführung des Darlehensvertrages zu ungünstigen Konditionen zu veranlassen. Hier gilt es dann, vor allem bei längerfristigen Darlehen, genauestens nachzurechnen und mehrere Angebote einzuholen. Im Internet findet sich eine Vielzahl von Angeboten zu Anschlussfinanzierungen, die einen direkten Vergleich zulassen. Neben der Höhe der Zinsen und der Darlehensdauer sollte man sein Augenmerk auch auf mögliche Sondertilgungen oder vorzeitige Tilgungen richten, da diese die Gesamtkosten eines Darlehens erheblich reduzieren können. Auf jeden Fall sollte man sich rechtzeitig vor Ablauf des Darlehens einen Überblick über mögliche Konditionen und Kosten im Rahmen eines Wechsels verschaffen um dann bei der anstehenden Abschlussfinanzierung mit der eigenen Bank gewappnet zu sein.
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