Alternativen zur Girokonto-Überziehung

12. Jul 2009 | Kredit-Wissen von Kredite Infoportal | Rubrik: Aktuell und Allgemeines über Kredite

Die Eröffnung eines eigenen Girokontos geht meist einher mit dem Abschluss des ersten Arbeits- oder Ausbildungsvertrages. Und auch bei einem Bankenwechsel ist die Eröffnung eines Girokontos meist gekoppelt mit einem bestimmten Gehaltseingang. Vor allem wenn es darum geht, durch Einräumung eines Dispo-Kredites den Girokontoinhaber vor allzu hohen Überziehungszinsen zu bewahren. Denn das Abrutschen in einen negativen Kontostand kann schnell geschehen, verliert man mit der Möglichkeit des EC-Cash-Zahlens oft den Überblick über seinen aktuellen Kontostand. Wer allerdings dauerhaft sein Girokonto überzieht und auch mit dem Dispo-Kredit nicht auskommt, der sich immerhin bis auf den dreifachen des monatlich auf das Girokonto eingehenden Betrag erstrecken kann, sollte sich nach Alternativen umsehen, um das Girokonto auszugleichen.

Eine mögliche Alternative ist die Bildung eines Konsumentenkredites. Hier wird der Betrag, mit dem das Girokonto sich im negativen Saldo befindet, zu einem sogenannten Konsumenten- oder Verbraucherkredit umgewandelt. Dabei werden Laufzeit, Zinssatz und Ratenhöhe fest in einem Vertrag vereinbart. Der Vorteil dabei ist, dass das Girokonto nunmehr ausgeglichen ist mit der Gefahr, es demnächst wieder zu überziehen. Geschieht das, sind wiederum die Dispo-Zinsen fällig zusammen mit den Raten für den zuvor vereinbarten Kredit.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Zusammenfassung mehrere einzelner Kredite inklusive des Dispo-Kredites zu einem Großkredit mit nur einer Rate.

Sind diese beiden Möglichkeiten dazu ausgerichtet, das Girokonto von bereits gemachten Schulden zu “erlösen”, so kann eine Kontoüberziehung auch durch eine Kosten- und Ausgabenkontrolle vermieden werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch Einsatz einer Kreditkarte eine permanente Dispo-Überziehung zu vermeiden, denn die Summe der Kreditkartenrechnung wird dem Konto nur einmal im Monat abgezogen und dies idealerweise zeitnah zusammen mit dem Gehaltseingang.

Und sollte jemand auf Dauer von sich aus eine Kontoüberziehung vermeiden wollen, kann er bei seiner Bank ein Girokonto auf Guthabenbasis beantragen, wo Abbuchungen nur dann erfolgen können, wenn ein ausreichendes Guthaben auf dem Girokonto vorhanden ist.

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