Bausparvergleich

16. Mai 2010 | Rubrik: Baufinanzierung / Immobilienfinanzierung

Bausparverträge bieten die Möglichkeit, zinsgünstige Darlehen für wohnwirtschaftliche Verwendungszwecke (Hausbau, Renovierung, Sanierung) zu nutzen. Voraussetzung ist jedoch ein zuteilungsreifer Bausparvertrag. In diesem Fall wird dann die Differenz aus Bausparsumme und angespartem Guthaben als Bauspardarlehen vergeben. Vor Abschluss eines solchen Vertrages sollte jedoch ein Bausparvergleich durchgeführt werden. Schließlich bieten die Bausparkassen sehr unterschiedliche Tarife, die sich zum einen an Finanzierer, zum anderen aber an Sparer wenden.

Wer monatlich sparen oder die Vermögenswirksamen Leistungen zinsgünstig anlegen möchte, kann einen Bausparvertrag als Spar-Tarif nutzen. Diese Tarife bieten in der Regel eine Grundverzinsung von 1-2% p.a., daneben erhalten Anleger am Ende der Laufzeit einen Zinsbonus, der bis zu 300% der verdienten Zinsen betragen kann. Dieser Bonus wird jedoch nur dann bezahlt, wenn das Bauspardarlehen nicht in Anspruch genommen wird. Wird es benötigt, fallen hierfür je nach Tarif zwischen 3-4,5% p.a. Zinsen an.

Wer bereits bei Abschluss des Bausparvertrages weiß, dass dieser einmal für die Finanzierung genutzt werden soll, muss dies beim Bausparvergleich berücksichtigen. Die Bausparkassen bieten in diesen Fällen spezielle Finanzierungs-Tarife, die sich durch günstige Zinssätze oder niedrige Monatsraten für das spätere Bauspardarlehen auszeichnen. Bei einigen Tarifen betragen die Darlehenszinsen nicht einmal 2% p.a., wodurch die spätere Finanzierung sehr günstig ist.

Neben den Zinssätzen sollte beim Bausparvergleich aber auch geprüft werden, wie lange ein Sparer für die Zuteilung des Bausparvertrages benötigt. Bei einigen Tarifen vergehen bis zu zehn Jahre, wenn die monatliche Sparweise gewählt wird. Andere Tarife hingegen sind bereits nach sieben Jahren zuteilungsreif, bei Soforteinzahlung kann das zinsgünstige Bauspardarlehen zum Teil bereits nach 22 Monaten genutzt werden. Dabei ist allerdings auch zu beachten, dass Bauspardarlehen bei schneller Zuteilung häufig auch schneller zurückgezahlt werden müssen, wodurch die Monatsrate stark ansteigt.

Letztlich sollten Finanzierer, die einen Bausparvertrag abschließen wollen, im Bausparvergleich auch die Kosten berücksichtigen, die bei Abschluss des Vertrages oder während der Vertragsdauer entstehen. Zu den wichtigsten Kosten gehört dabei die Abschlussgebühr, die zwischen 0-1,6% der Bausparsumme betragen kann. Insbesondere bei höheren Bausparsummen, die bei einer Finanzierung notwendig werden, können so schnell hohe Kosten entstehen. Ebenfalls wichtig sind die jährlich anfallenden Kontogebühren, die sich negativ auf die Rendite auswirken können.

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