Das ERP Seehafenprogramm

2. Feb 2010 | Kredit-Wissen von Kredite Infoportal | Rubrik: Finanzierungen sonstiger Einsatzzwecke

Bei den ERP Programmen handelt es sich um günstige Kredite, welche sowohl Unternehmen als auch Kommunen und Gebietskörperschaften gewährt werden können, sofern ihre Vorhaben die Ansprüche an eine Belebung der regionalen Konjunktur oder an die Verbesserung des Umweltschutzes erfüllen. Die Abkürzung steht für European Recovery Program, dieses Programm wurde ursprünglich für den Wiederaufbau Deutschlands und Österreichs im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg entwickelt und war ein Bestandteil des Marshall-Plans. Die im Rahmen der Tilgung zurückgeflossenen Beträge stehen sofort wieder für neue Kredite zur Verfügung.

In Deutschland ist für die Auszahlung der ERP Gelder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verantwortlich, die ehemals mit dieser kooperierende Deutsche Ausgleichsbank gehört inzwischen als KfW Mittelstandsbank zur Unternehmensgruppe. In Österreich hat die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft die Verantwortung für die Verteilung der Mittel übernommen. Die Darlehen können jedoch nicht direkt über die beteiligte Förderbank beantragt werden, der Antrag ist vielmehr über eine frei wählbare Geschäftsbank einzureichen.

Beim ERP Seehafenprogramm handelt es sich um eine inzwischen abgelaufene Maßnahme zur Verbesserung der Infrastruktur in den deutschen Häfen an der Nord- und Ostsee. Mit den Mitteln dieses Förderdarlehens konnten Häfen modernisiert sowie für neue Anforderungen und größere Schiffe ertüchtigt werden. Damit wurde zugleich die wirtschaftliche Struktur der Hafenstädte deutlich verbessert. Heute noch erforderliche Investitionen in die Verbesserung der Hafenstruktur lassen sich über das Regionalprogramm fördern, da fast alle Küstenregionen Deutschlands als förderwürdig eingestuft wurden.

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