Existenzgründerkredite - wie, wann, wo?

10. Jan 2009 | Kredit-Wissen von Kredite Infoportal | Rubrik: Finanzierungen sonstiger Einsatzzwecke

Die einfachste Möglichkeit, an einen Existenzgründerkredit zu gelangen, ist der staatliche Existenzgründungszuschuss. Voraussetzung ist, dass der oder die Existenzgründer/in zuvor arbeitslos gemeldet war. Der Existenzgründungszuschuss beläuft sich dann auf die Höhe des Arbeitslosengeldes I zuzüglich einer Pauschale von € 300,-, was in etwa der Krankenversicherung und einer kleinen privaten Altersvorsorge genügt. Dieser Zuschuss wird für eine Dauer von neun Monaten bewilligt und kann auf Antrag in niedrigerem Rahmen auch weiterhin beansprucht werden.

Zur Bewilligung eines Existenzgründerzuschusses muss der Gründer oder die Gründerin eine sogenannte Tragfähigkeitsbescheinigung bei der zuständigen Agentur für Arbeit vorlegen: Eine neutrale fachkundige Stelle, etwa die Industrie- und Handelskammer oder ein Steuerberaterbüro, überprüft die Sinnhaftigkeit der angestrebten Tätigkeit und die Chancen des neu zu gründenden Unternehmens, auf dem Markt zu bestehen und die selbstständige Person ernähren zu können. Hierzu muss ein sogenannter Business-Plan erstellt werden, aus dem Kosten und erwarteter Gewinn hervorgehen. Inzwischen gibt es sogar im Internet gute Vorlagen für Businesspläne.

Zumindest in größeren Kommunen gibt es zu diesem Zweck betriebene Existenzgründerbüros, deren Hilfe für den Gründer kostenfrei ist, da dies zum Dienstleistungsangebot der Arbeitsagentur zählt.
Auch die eigene Bank vergibt in der Regel Existenzgründerkredite. Dies ist allerdings stärker als im oben geschilderten Verfahren abhängig von der Bonität und Liquidität des Kunden: Jemand mit einem negativen Eintrag bei der SCHUFA erhält in der Regel generell keinen Kredit, was für viele Menschen den Existenzgründungszuschuss unersetzlich macht für die neue Selbständigkeit.

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4 comments
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  1. [...] Einkommen haben. Daher ist es zum Beispiel für Arbeitslose, viele Selbstständige (Ausnahme sind Existenzgründerkredite) und auch für Hausfrauen sehr schwierig, einen Kredit zu erhalten. Dennoch bieten manche [...]

  2. [...] Existenzgründerkredite werden auch von Banken vergeben. In der Regel sind die Kredite hier an einen im Vertrag vereinbarten Ausgabenzweck gebunden, ähnlich wie bei einem Bauspardarlehen kann man den so erhaltenen Betrag also nicht etwa für eine Urlaubsreise verwenden. Ein negativer Eintrag bei der Schufa ist fast immer ein Grund, einen solchen Kredit zu verweigern. [...]

  3. [...] Person. Der Minimaltarif liegt allerdings meist oberhalb von monatlichen € 200; und egal welche Förderung oder Finanzierung man bei einer Existenzgründung nutzt (z.B. Existengründerkredite oder…, die Beiträge zur Krankenversicherung muss man zwingend mit im Finanzplan [...]

  4. [...] Hilfe der Banken angewiesen sind und Kredite benötigen. Sicherlich vergeben die Banken gerade für Existenzgründer Kredite zu besonders günstigen Konditionen. Allerdings bedeutet natürlich jeder Kredit auch, dass er [...]

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