Forderungsausfallversicherung | kalkulierbares Risiko gegen Prämie absichern
21. Jun 2009 | Rubrik: VersicherungenDurch die teilweise sehr hohe Überschuldung von Privathaushalten und Kleinunternehmern ist die Zahlungsmoral in Deutschland relativ schlecht. Besonders für klein- und mittelständische Betriebe sind Forderungsausfälle eine Katastrophe, die nicht selten zu einer Insolvenz des Betriebes führt.
Allzu oft sieht es leider so aus, dass Aufträge ordnungsgemäß ausgeführt worden sind, aber der Zahlungseingang lange auf sich warten lässt.
Gegen dieses Risiko können die Betriebe sich mit einer Forderungsausfallversicherung absichern. Eine Forderungsausfallversicherung übernimmt die offenen Forderungen nach einem vorher abgestimmten Zeitraum und zahlt dem Unternehmer bis zu 90% der offenen Rechnungen. Damit sind Forderungsausfälle ein kalkulierbares Risiko. Einige Versicherer auf dem Markt bieten zusätzlich im Rahmen der Forderungsausfallversicherung noch ein Direktinkasso an. Das bedeutet, auch das Mahnwesen, welches häufig sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und deshalb auch oft vernachlässigt wird, wird von Fachleuten übernommen. Bei Zahlungsunfähigkeit des Kunden kann hier auch eine Langzeitüberwachung beantragt werden.
Um die individuelle Prämie für die Forderungsausfallversicherung zu kalkulieren, muss der Betriebsinhaber einige Firmendaten angeben. So ist es zum Beispiel wichtig, wie viele Auftrage von der öffentlichen Hand kommen und wie viele aus dem Privatkundenbereich. Darüber hinaus muss eine Forderungsausfallsumme festgelegt werden, bis zu deren Höhe die Versicherung leisten soll. Anhand der zusätzlichen Daten über Firmengröße, Umsatzzahlen, Personalbestand etc. kalkuliert der Anbieter dann den Beitrag. Der Vorteil für den Versicherungsnehmer besteht nun darin, dass er die Kosten der Forderungsausfallversicherung in seine Betriebskosten mit einplanen kann und sicher ist, dass der größte Teil seiner ausstehenden Forderungen im Zweifelsfall von der Versicherung beglichen werden.
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