Happy-End-Finanzierung

6. Feb 2010 | Rubrik: Autofinanzierung / PKW & KFZ Finanzierung

Jedes Kind braucht einen Namen, so könnte man angesichts der fantasievoll klingenden Namen meinen, die Banken ihren Finanzprodukten geben. Ob die Kunden allerdings wirklich den Abschluss aufgrund einer bestimmten Namensgebung suchen, müsste sicher einmal näher untersucht werden und ist keineswegs wirklich der ausschlaggebende Grund. Vielmehr sind den Kunden Inhalte wichtig und bei Kredite selbstredend die Konditionen, die ihnen durch den Kreditgeber angeboten werden. Das gilt für Verbraucherkredite der Banken ebenso wie für Fahrzeugfinanzierungen über die Autobanken, wobei hier letztlich auch das Fahrzeug bzw. die Marke eine Rolle spielt und die Entscheidung über den Kreditgeber für die Finanzierung des Autos nebenher läuft.

Trotzdem muss man sagen, dass die Bezeichnung Happy-End-Finanzierung der Volvo-Bank einen gewissen Charme hat, die es dem einen oder anderen Käufer eines Volvo sicher leichter macht, den Kreditvertrag abzuschließen. Dabei ist die Happy-End-Finanzierung dem Grunde nach nichts anders als die so genannte 3-Wege-Finanzierung, die nahezu alle Autobanken ihren Kunden anbieten. Der Vorteil dabei ist, dass der Kreditnehmer nach einer Anzahlung bzw. der Inzahlungnahme des Altfahrzeugs während der Kreditlaufzeit eine im Vergleich zur klassischen Finanzierung niedrigere Rate zahlen muss und sich somit auch ein teureres Fahrzeug leisten kann. Allerdings wird zugleich auch die Zahlung einer höheren Schlussrate vereinbart, was die niedrige Rate erst möglich macht. Außerdem ist die Happy-End-Finanzierung eine Kombination aus Leasing und Finanzierung, wo der Kreditnehmer während der Laufzeit lediglich für die Nutzung des Fahrzeugs zahlt.

Am Ende hat der Kreditnehmer dann verschiedene Möglichkeiten: Entweder er zahlt die vereinbarte höhere Schlussrate und das Fahrzeug geht vollständig in sein Eigentum über oder er gibt – wie beim Leasing – das Auto dem Händler zu vorab festgelegten Konditionen wieder zurück. Die dritte Möglichkeit besteht in der Finanzierung der Schlussrate, sollte der Kreditnehmer sein Fahrzeug behalten wollen, er aber die Schlussrate nicht aufbringen können. Dann kann er über die Volvo-Bank eine Anschlussfinanzierung vereinbaren und die Schlussrate in kleinen Raten abzahlen.

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