Immobiliencredit | Tipps und Hinweise
29. Jun 2009 | Rubrik: Baufinanzierung / ImmobilienfinanzierungAuch wenn die Bundesregierung mit der Riester-Rente gerade Menschen mit geringem Einkommen und vielen Kindern durch Zulagen die ergänzende private Altersvorsorge quasi aufzwingt, ist eine eigene Immobilie immer noch die beste Vorsorge für das Alter. Denn die Laufzeiten der Immobiliencredite sind so angelegt, dass das Objekt mit Beginn des Rentenalters in der Regel schuldenfrei ist – vorausgesetzt, der Immobilienerwerb geschieht nicht erst in den letzten Arbeitsjahren.
Da das nicht die Regel ist, sondern viele Menschen bereits in jungen Jahren Eigentum erwerben, ist es von besonderer Wichtigkeit, die Finanzierung auf ein solides Fundament zu stellen. So muss gewährleistet sein, dass der Immobilienbesitzer die Raten für seinen Immobilliencredit auch dann noch zahlen kann, wenn nach einem anfänglichen Doppelverdiener-Haushalt für einige Zeit nur noch ein Verdiener in der Familie ist, weil sich z. B. Nachwuchs eingestellt hat oder aber ein Teil vorübergehend arbeitslos geworden ist. Von daher heißt es seitens der Erwerber, sich niemals mehr Kredite aufzuhalsen, als man finanziell schultern kann. Sonst droht der vorzeitige Verkauf der Immobilie oder gar eine Zwangsversteigerung.
Bei der Immobilienfinanzierung ist außerdem darauf zu achten, dass die Immobiliencredite aus einem Paket unterschiedlicher Einzelverträge bestehen. So kann ein zuteilungsreifer Bausparvertrag ebenso in die Finanzierung mit einfließen wie auch Darlehen staatlicher Banken. Diese haben neben den günstigen Zinsen den Vorteil, dass sie bis zu fünf Jahre tilgungsfrei gestellt werden können.
Da die meisten Menschen für den Erwerb einer Immobilie einen Immobiliencredit benötigen, sollte jede Möglichkeit ausgeschöpft werden, um die Raten niedrig zu halten. Denn gerade zu Beginn einer Finanzierung gerät die finanzielle Situation doch ein wenig in Unordnung. Auf jeden Fall sollte ein Immobiliencredit niemals über den vollen Kaufpreis erfolgen, sondern wenigstens 10 % der Finanzierungssumme aus eigenen Mitteln beigesteuert werden. Das lässt einereits Verhandlungsspielraum bei den Konditionen zu und andererseits ist die Monatsrate nicht so hoch wie bei einer Vollfinanzierung der Immobilie.
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