Nullzins-Finanzierung – des Händlers Absatzhebel…
29. Mrz 2009 | Rubrik: Aktuell und Allgemeines über KrediteEs ist kaum zu glauben, aber es gibt sie wirklich, die Nullzins-Finanzierung. Das heißt für den Verbraucher, er kann bestimmte Konsumgüter wie Autos, Möbel oder Elektronikartikel auf Kredit kaufen, ohne dass er dafür Zinsen und Bearbeitungsgebühren bezahlen muss. Die werbewirksamen Angebote sind gezielte Marketingaktionen einiger Händler, die ihren Kunden in Zusammenarbeit mit ihren Hausbanken Kredite anbieten, ohne dass diesen dafür irgendwelche Kosten entstehen.
Zum Beispiel beim Autohändler – da gibt es insbesondere im Frühling oft solche Angebote, bei denen bestimmte Fahrzeugtypen unter ganz bestimmten Bedingungen ohne Zinsen finanziert werden können. Das soll in erster Linie den Absatz von Fahrzeugen fördern, die schwierig zu vermarkten sind. In der Regel muss der Verbraucher bei den Nullzins-Finanzierungen für Fahrzeuge 25 Prozent anzahlen und die Laufzeit darf dann auch 48 Monate meistens nicht überschreiten. Wer trägt nun die Zinsdifferenz zu den marktüblichen Zinsen? Im Allgemeinen zum größten Teil der Autohändler, der sich in Form von Werbekosten an diesen Aktionen beteiligen muss. Einziger Nachteil, der für den Verbraucher entsteht, aufgrund dieser Tatsache ist der Autohändler bei dieser Art der Finanzierung nicht bereit, auf den Fahrzeugpreis weitere Nachlässe einzuräumen. Aber ansonsten ist das für alle, die gerade ein Auto auf Kredit anschaffen wollen, eine überlegenswerte Alternative.
Zu ähnlichen Bedingungen geben mittlerweile auch viele große Möbelhäuser bestimmte Produkte, wie Einbauküchen oder Polstermöbel ab. Auch hier müssen die Verbraucher sich an bestimmte Laufzeiten halten, die unter Umständen nach sich ziehen, dass die Raten etwas höher sind. Wer bei solchen Finanzierungen etwas anzahlt, kann auf diese Art die Raten senken.
Im Allgemeinen ist es so, dass die Kredite mit den Nullzins-Finanzierungen wirklich gute Angebote sind, sofern der Kunde sich die daraus resultierenden Raten überhaupt leisten kann. Wer sich allerdings aufgrund dieser Angebote zu einem voreiligen Kauf entschließt und Dinge anschafft, die er sich nicht leisten kann, läuft auch dann Gefahr in die Schuldenfalle zu geraten.
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