Pfandkredit

27. Aug 2010 | Rubrik: Alle Arten von Krediten & Darlehen erklärt

Bei einem Pfandkredit handelt es sich um einen Kredit, der dem Gläubiger ein durchsetzbares Sicherungsrecht an den im Eigentum des Schuldners verbleibenden Sicherheiten zugesteht. Die Absicherung bei Pfandkrediten erfolgt in aller Regel durch bewegliche Sachen, weshalb er auch als Pfandleihe bezeichnet wird.

Der Pfandkredit ist für all diejenigen interessant, die einen kurzzeitigen finanziellen Engpass überbrücken möchten. Eine unbürokratische Abwicklung steht für viele Kunden der Pfandhäuser im Vordergrund. Natürlich ist ein Pfandkredit nur möglich, wenn beleihbare Wertgegenstände (z. B. Schmuck) vorhanden sind. Zusätzlich muss die Bereitschaft bestehen, diese Gegenstände auch als Pfand zu hinterlegen und zu verlieren, wenn der Pfandkredit nicht zurückgezahlt werden kann. Ein Pfandkredit ist also nur dann sinnvoll, wenn man sich sicher ist, dass man das Darlehen innerhalb kurzer Zeit zurückzahlen kann. Auch für Kunden, die es schwer haben, einen Kredit bei einer Bank zu erhalten (z. B. bei negativer Schufa), ist ein Pfandkredit attraktiv.

Probleme entstehen bei der Aufnahme eines Pfandkredits nur, wenn er mehrfach verlängert werden muss. Die Probleme beziehen sich dabei vorrangig auf die Kosten (Zinsen und Gebühren), die mit jeder Verlängerung steigen.

Obwohl das Pfandleihgeschäft ein eher negatives Image hat, ist es gerade in angespannten Wirtschaftszeiten lukrativ. Der Vorteil eines Pfandkredits besteht darin, dass der Kunde keine Schulden macht. Negativeinträge in der Schufa und Gerichtsvollzieherbesuche fallen damit weg. Es ist aber dennoch vor allem aufgrund der Kosten wichtig abzuwägen, ob der Gang ins Pfandleihhaus tatsächlich notwendig ist.

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