Restschuldversicherung bei Ratenkrediten

30. Sep 2009 | Kredit-Wissen von Kredite Infoportal | Rubrik: Aktuell und Allgemeines über Kredite, Versicherungen

Spätestens bei der Beantragung eines Kredits wird der Kreditnehmer mit dem Thema Restschuldversicherung konfrontiert, aber nicht jeder Kreditsuchende hinterfragt die Restschuldversicherung, sondern ist froh darüber, einen Kredit zu bekommen und unterschreibt, was ihm vorgelegt wird. Erst später, wenn er sich den Kreditvertrag genauer ansieht, um festzustellen, wie sich die Kosten zusammensetzen, fällt ihm auf, dass er eine Restschuldversicherung, die auch Kreditlebensversicherung genannt wird, abgeschlossen hat.

Mit dieser Restschuldversicherung sichert sich der Kreditnehmer gegen so genannte Eventualitäten im Leben ab, wie zum Beispiel einen Unfall und längere Krankheit, Arbeitsunfähigkeit oder den plötzlichen Tod. Gerade im Todesfall kann die Restschuldversicherung nützlich sein, wenn zum Beispiel keine Risikolebensversicherung besteht, zahlt die Restschuldversicherung die verbliebenen Raten, sodass die Hinterbliebenen nicht auf einem Schuldenberg sitzen bleiben. Für die Bank ist das eine willkommene Kreditabsicherung, an der sie außerdem durch die Provisionen, die das Versicherungsunternehmen zahlt, kräftig verdient. Theoretisch ist es den Banken untersagt, die Vergabe eines Kredites an den Abschluss einer Restschuldversicherung zu koppeln, aber in der Praxis wird das häufig anders gehandhabt. Lässt sich ein Kunde ein persönliches Angebot erstellen, wird die Restschuldversicherung einfach automatisch eingerechnet und erst auf Drängen eines Kunden wieder entfernt. Bemerkt der Kreditnehmer die Restschuldversicherung, die einen Kredit mit einer langen Laufzeit erheblich verteuern kann nicht, schließt er den Kredit so ab.

Diese zusätzliche Absicherung ist bei kleinen Konsumentenkrediten nicht sinnvoll für den Kunden und dennoch ist es bei den Banken gängige Praxis das Produkt Restschuldversicherung möglichst bei jedem Kredit zu verkaufen. In den Banken gibt es regelrechte Wettbewerbe unter den Mitarbeitern und die Versicherungen loben Preise aus, wenn die Restschuldversicherungen erfolgreich verkauft werden. Bei Autobanken beispielsweise werden die Mitarbeiter mit Reisen belohnt und auch die Autoverkäufer bekommen entsprechende Prämien für jeden RSV-Abschluss, den sie tätigen.

Als Kunde sollte man aufmerksam die Vertragsunterlagen studieren und eine Restschuldversicherung nur dann abschließen, wenn man vom Nutzen überzeugt ist. Die Kosten für die Restschuldversicherung spiegeln sich nicht im effektiven Jahreszins wieder, würden sie dort einfließen, hätten manche Kredite einen Effektivzins von mehr als 20 Prozent.

Angebracht ist eine Restschuldversicherung in Form einer Risikolebensversicherung bei Darlehen im Zusammenhang mit der Finanzierung der eigenen vier Wände, denn hier bewegen sich die Raten in Größenordnungen, die beim Ausfall des Hauptverdieners kaum zu tragen sind.

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