Restwertvertrag bei KFZ

25. Okt 2010 | Rubrik: Leasing als Finanzierung

Kreditnehmer, die ihr neues Fahrzeug über Leasingverträge finanzieren, können je nach Vereinbarung einen Kilometervertrag oder einen Restwertvertrag abschließen. Bei einem Kilometervertrag wird eine jährliche Kilometerlaufleistung mit dem Leasingnehmer vereinbart. Wird die vereinbarte Kilometerzahl überschritten, muss der Leasingnehmer dem Leasinggeber einen finanziellen Ausgleich hierfür bezahlen, der mit einem Satz pro gefahrenen Kilometer abgerechnet wird.

Alternativ hierzu kann auch der Restwertvertrag beim Kfz-Leasing vereinbart werden. Bei diesen Verträgen wird der jeweilige Restwert des Leasinggutes, hier des Kfz, im Leasingvertrag festgeschrieben und vertraglich vereinbart. Unabhängig der Höhe der gefahrenen Kilometer muss es dem Verkäufer möglich sein, das Fahrzeug zu diesem vereinbarten Restwert zu verkaufen. Voraussetzung ist dabei in der Regel, dass das Fahrzeug weder Schrammen noch Dellen aufweist und auch sonst in einwandfreiem Zustand abgegeben wird. Für das Erreichen des Restwertes tritt der Leasingnehmer ein, der hierfür bürgt. Um ein möglichst geringes Risiko für den Leasingnehmer zu erreichen, wird dieser Restwert anhand der Nutzungsdauer ermittelt.

Kann beim Verkauf des Fahrzeugs ein Mehrerlös erzielt werden, erhält der Leasingnehmer hiervon rund 75%, der Leasinggeber wird mit 25% bedacht. Diese Aufteilung ist im „Teilamortisations-Erlass“ der Bundesregierung aus dem Jahr 1975 festgeschrieben.

Wird der Restwert jedoch zu hoch angesetzt oder war das Auto während der Leasinglaufzeit in einen Unfall verwickelt, kann der vertraglich vereinbarte Restwert oft nicht mehr erzielt werden. In diesem Fall drohen unter Umständen Nachforderungen des Leasinggebers, der das Fahrzeug nun nicht mehr zum vereinbarten Preis verkaufen und so seine Kosten decken kann. Auseinandersetzungen zwischen Leasingnehmer und Händler oder zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber sind dann keine Seltenheit.
Um die Risiken beim Restwertleasing zu vermeiden, sollte der Restwert möglichst niedrig angesetzt werden, auch wenn dies leicht höhere monatliche Leasingraten bedeutet.



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