Probleme mit der Kreditwürdigkeit? – Eine Schufa-Eigenauskunft verhilft zu mehr Klarheit

8. Mai 2009 | Rubrik: Aktuell und Allgemeines über Kredite

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist ein privatwirtschaftlich betriebenes Unternehmen, das seine Vertragspartner weitestgehend vor Zahlungsausfällen schützen soll. Zu den Vertragspartnern gehören: Banken, Sparkassen und Leasinggesellschaften ebenso wie Mobilfunkunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften, Energieversorger, Versandhandelsunternehmen und andere Betriebe, die Waren oder Dienstleistungen vorfinanzieren. Nahezu alle Kaufvorgänge in Deutschland, bei denen eine Finanzierung im Spiel ist, sind mit der Schufa gekoppelt. Ob Bankkonto, Mobiltelefon, Wohnung, Strom, Ware vom Versandhändler, die Schufa ist allgegenwärtig. Jeder kennt sie, und dennoch ist sie eine Organisation, die für den Bürger im Verborgenen blüht.

Fast jeder hat in seinem Leben schon mindestens einmal, wissentlich oder unwissentlich, eine Schufa-Klausel unterschrieben, die zumeist im Kleingedruckten von Verträgen oder Anträgen verborgen war. Durch sie hatte der Vertragspartner die Einwilligung zur Abfrage der Schufa-Daten. Auf diese Weise sind zum Teil „heimlich“ oder zumindest ungewollt, Informationen über die Verbraucher in das Zentralregister der Schufa gelangt und wurden von dort abgefragt. Die Schufa verfügt über Datensätze von fast 60 Millionen Personen und 270 Millionen Kreditkarten. Jährlich erteilt sie etwa 70 Millionen Auskünfte.

Wen wundert es bei dieser Heimlichtuerei und den zigmillionen von verarbeiteten Datensätzen, dass sich da auch schon mal unkorrekte Angaben einschleichen. Die bedeuten für den Verbraucher dann allerdings eine Menge Ärger, wenn plötzlich die Kreditwürdigkeit in Frage gestellt ist. Abhilfe schafft hier nur die Schufa-Eigenauskunft! Jeder Bürger hat einen Anspruch darauf, über die von ihm gespeicherten Daten informiert zu werden. Da dies nicht freiwillig oder automatisch passiert, gibt es die Möglichkeit, sich diese Auskunft mündlich in einer der Beratungsstellen kostenfrei einzuholen.

Die Schufa-Eigenauskunft kann aber auch postalisch, oder über ein Onlineformular per Internet, beantragt werden. Dann kassiert die Schufa dafür allerdings 7,80 Euro per Bankeinzug.

Die Rechtmäßigkeit der Gebühren ist seit vielen Jahren ein Zankapfel mit unterschiedlich ausgefallenen Gerichtsurteilen. Es scheint deshalb einen Versuch wert zu sein, unter dem Aspekt der ausschließlich eigenen Überprüfung der Richtigkeit der gespeicherten Daten, eine Selbstauskunft zum Nulltarif zu beantragen.

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