Sofortfinanzierung für Bauwillige

15. Jul 2009 | Rubrik: Baufinanzierung / Immobilienfinanzierung

Sofortfinanzierung ist eine besondere Möglichkeit für Bauwillige, ihren Bauwunsch zu finanzieren, auch wenn sie noch keinen Bausparvertrag abgeschlossen haben. Bausparkassen bieten Kunden dann oft diese Finanzierungsmöglichkeit an. Hierbei wird ein Bausparvertrag zunächst neu abgeschlossen. Das Besondere ist, dass die Vertragssumme direkt zur Verfügung steht. Dies geschieht durch ein zusätzlich abgeschlossenes Baudarlehen. Wenn dann nach einigen Jahren der Bausparvertrag zur Auszahlung kommt, wird das Darlehen einfach durch den fälligen Auszahlungsbetrag abgelöst.

Das klingt einfach und einleuchtend. Der Kunde sollte aber dennoch erst einmal die genaue Zinsbelastung durchrechnen, bevor er sich für ein solches Angebot entscheidet.

Bei niedrigen Zinsen ist die Sofortfinanzierung für den Bauinteressenten nicht unbedingt ein gutes Geschäft. Denn dann fährt er vielfach mit der üblichen Bausparfinanzierung besser als mit einer teuren Sonderfinanzierung und den damit einhergehenden höheren Belastungen. Zumindest sollte der Interessent die Angebote vergleichen mit Hypothekarkrediten, die bei den verhältnismäßig kurzen Laufzeiten oft bessere Konditionen bieten.

Kombinationsangebote wie beispielsweise die Sofortfinanzierungen sind oft schwer miteinander vergleichbar. Das liegt daran, dass die Bausparkassen oft nicht die effektiven Zinsen der Gesamtfinanzierung angeben, sondern getrennt für Bauspardarlehen und Vorausdarlehen. Die wenig rentable Sparphase des Bausparvertrags wird dabei im Gesamtpaket nur ungenügend berücksichtigt. Unter Umständen werden also relativ gute Zinsbedingungen vorgetäuscht, die bei genauer Betrachtung gar nicht vorhanden sind.

Trotz allem sind Sofortfinanzierungen für alle eine Überlegung wert, die schnell handeln wollen oder müssen. Insgesamt ist es eine Möglichkeit, relativ rasch und unbürokratisch das nötige Kapital zu bekommen, das zum Immobilienerwerb notwendig ist. Ein Vergleich zwischen den verschiedenen Anbietern lohnt sich aber auf jeden Fall. Vor allem ist auf die Frage des Zinssatzes zu achten. Manche Institute bieten keine festen Zinssätze über die gesamte Laufzeit, sondern passen diese nach einigen Jahren an die marktüblichen Zinsen an. Hier sollte zumindest eine feste Obergrenze definiert sein, damit der Kunde besser kalkulieren kann.

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