Der Überziehungskredit | Handhabung der Vor- und Nachteile

11. Jul 2009 | Rubrik: Alle Arten von Krediten & Darlehen erklärt

Der Überziehungskredit ist den meisten Kunden im Zusammenhang mit der Führung des Girokontos bei der Hausbank bekannt, im allgemeinen Sprachgebrauch ist das der Dispo (Dispositionskredit). Bei regelmäßigen Zahlungseingängen auf dem Girokonto aus einem Angestelltenverhältnis oder als Rentner gewähren viele Banken den Überziehungskredit in Höhe des dreifachen monatlichen Nettoeinkommens auf unbefristete Zeit. Dieser Kredit gestattet es den Kunden, ihr Konto im festgelegten Rahmen zu überziehen, das heißt, sie können über ihr Konto auch verfügen, wenn es nicht ausreichend gedeckt ist. Für den Überziehungskredit verlangen die Banken bei Inanspruchnahme allerdings hohe Zinsen, die durchschnittlich bei etwas 12 Prozent liegen. Verbraucher, die ständig über ihre Verhältnisse leben, und dabei den Überzeihungskredit voll ausschöpfen, müssen mit entsprechend hohen Kreditkosten rechnen.

Besteht keine Aussicht mehr, den Überziehungskredit in absehbarer Zeit mit den monatlichen Gehaltseingängen auszugleichen, kann es sinnvoller sein, einen Ratenkredit aufzunehmen und damit den Überziehungskredit abzulösen. Das macht allerdings nur dann Sinn, wenn der Überziehungskredit danach gestrichen oder gekürzt wird.

Kreditnehmer, die ihren Überziehungskredit überziehen, zahlen noch höhere Zinsen und müssen damit rechnen, dass die Bank ihnen entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen den Überziehungskredit kündigt und eine Frist setzt, bis wann dieser ausgeglichen sein muss. So weit sollten es Verbraucher besser nicht kommenlassen.

Alternativ zum teuren Überziehungskredit ist der Abrufkredit zu empfehlen, der ähnlich funktioniert aber nicht an die Führung des Girokontos gebunden ist, hier sind die Kreditnebenkosten deutlich geringer. Abrufkredite werden bereits ab 7,5 Prozent Zinsen angeboten.

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