Umschuldung – vom Dispokredit zum Ratenkredit, von hohem Zins zu besserer Anschlussfinanzierung
30. Mrz 2009 | Rubrik: Aktuell und Allgemeines über KrediteIn nicht seltenen Fällen ist der Kreditnehmer in einer Situation, dass die aktuelle Darlehenssituation nicht die optimale Realisierung des benötigten Finanzierungsbedarfs darstellt. Dieses kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn man schon über lange Zeit hinweg einen Dispositionskredit in Anspruch nimmt, oder auch dann, wenn man eine Immobilienfinanzierung nutzt, wobei das Darlehen durch relativ hohe Kreditzinsen gekennzeichnet ist. In beiden Fällen ist es für den Kreditnehmer jedoch häufig möglich, diese Situation zu verbessern, und zwar im Rahmen einer so genannten Umschuldung. Hinter dem Begriff Umschuldung steckt vorwiegend die Tatsache, dass man ein aktuelles Darlehen durch ein anderes ersetzt oder umstrukturiert.
Die Umschuldung wird beispielsweise häufig in der Form genutzt, dass man einen Ratenkredit aufnimmt, um damit eine bestehende Inanspruchnahme des Dispositionskredites zu beenden. Der aus dem Ratenkredit erhaltende Betrag wird demzufolge auf das Girokonto eingezahlt, sodass das Konto sich anschließend nicht mehr im Soll befindet. Der Vorteil für den Kunden durch diese Art der Umschuldung ist es zum einen, dass die Zinsen für den Ratenkredit günstiger sind als die Überziehungszinsen beim Dispositionskredit. Zum anderen ist es zudem ein Vorteil, dass die Schulden nun nach und nach abgebaut werden, sodass eventuelle Kreditzinsen nach Abschluss der Umschuldung bzw. Tilgung des Ratenkredites zukünftig wegfallen. Eine Umschuldung kann auch vorgenommen werden, indem man zum Beispiel verschiedene Ratenkredite bei unterschiedlichen Kreditgebern zu einem „großen“ Kredit zusammenfasst, was zum einen übersichtlicher ist und zum anderen evtl. auch Zinsvorteile bringt
Auch im Bereich der Immobilienfinanzierung werden Umschuldungen durchgeführt. Dieses kann zum Beispiel auf die Art und Weise geschehen, dass ein bestehendes Hypothekendarlehen vorzeitig abgelöst und durch ein anderes ersetzt wird, um einen günstigeren Zinssatz zu erhalten. Auch die „Umwandlung“ eines variabel verzinslichen Darlehens in ein Darlehen mit Festzinsvereinbarung kann natürlich im Rahmen einer Umschuldung Vorteile mit sich bringen.
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