Vorschaltkredit
18. Okt 2009 | Rubrik: Alle Arten von Krediten & Darlehen erklärtMit dem Vorschaltkredit kann sich ein Kreditnehmer vor hohen Zinsen schützen. Wer zum ungünstigen Zeitpunkt einen Kredit benötigt, das heißt, zu einer Zeit, in der sich das Zinsniveau ziemlich weit oben befindet, dann gelten diese Zinsen für die gesamte Laufzeit des Kredites, auch wenn das Zinsniveau während der Laufzeit wieder sinken sollte. Dieses Risiko lässt sich mit einem Vorschaltkredit minimieren, weil der Vorschaltkredit nur auf eine begrenzte Laufzeit, in der Regel nicht länger als zwei Jahre, bewilligt wird. Schon bei Aufnahme des Vorschaltkredites hat der Kreditnehmer die Option, den Kredit kündigen und umschulden zu können, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.
Der Vorschaltkredit hat aufgrund dieser Option etwas höhere Zinsen als langfristige Kredite für die Baufinanzierung, macht aber durchaus Sinn, wenn in absehbarer Zeit mit einer Senkung des allgemeinen Zinsniveaus am Markt zu rechnen ist. Es gibt verschiedene Varianten von Vorschaltkrediten zwischen denen ein Kreditnehmer wählen kann. Der Vorschaltkredit mit Tilgung oder der Vorschaltkredit mit Tilgungsaussetzung. Bei der letztgenannten Variante sind die Zinsen für den Kredit allerdings etwas höher.
Wer einen Vorschaltkredit nutzt, hat den Vorteil, dass er bereits während der Vorschaltkredit läuft, ein anderes Darlehen aufnehmen kann, wenn die Zinsen niedriger sind. Für die Banken sind Vorschaltkredite ein probates Mittel, um Kunden auch im Nachhinein langfristig an sich zu binden. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Bausparen sind Vorschaltdarlehen eine Möglichkeit, sich finanzielle Mittel zu beschaffen, wenn das Bauspardarlehen noch nicht zuteilungsreif ist, auf diese Art und Weise kann der Bausparer seine Finanzierung in Angriff nehmen, auch wenn die Zuteilung des Bausparvertrages zum Zeitpunkt noch nicht erfolgt. Als Sicherheit nehmen die Bausparkassen dabei das Bausparguthaben.
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