Warendarlehen

19. Aug 2009 | Rubrik: Alle Arten von Krediten & Darlehen erklärt

Wenn ein Unternehmen Waren produziert, muss es für die Herstellung der Produkte auch selbst Material einkaufen. Das gleiche gilt für Handwerksbetriebe, die ihrerseits Waren im Auftrag ihrer Kunden einkaufen, um sie vor Ort einzubauen. In der Regel geschieht die Bezahlung der Waren durch Gelder auf dem firmeneigenen Geschäftskonto. Dort gehen auch die Beträge der Kunden ein, die nach Erhalt der Ware bzw. nach Abschluss der Arbeiten durch den Handwerksbetrieb die Rechnungen entsprechend bezahlen müssen. Von daher ist seitens der Buchhaltung lediglich darauf zu achten, dass immer eine ausreichende Summe an Bargeld auf den Konten vorhanden ist und dass die Außenstände der Kunden pünktlich eingehen. Allerdings ist die Zahlungsmoral vieler Kunden nicht die beste, sodass gerade viele kleinere Handwerksbetriebe auf kurzfristige Kredite angewiesen sind, um die Rückstände aufzufangen.

Eine Möglichkeit, einen solchen kurzfristigen Kredit zu bekommen, ist das Warendarlehen. Hier erhält der Kreditnehmer in Ergänzung zum teuren Dispokredit auf dem Girokonto ein Darlehen von kurzfristiger Dauer, mit dem er neue Waren einkaufen und evtl. Außenstände damit besser kompensieren kann. Da die Zinsen für ein Warendarlehen aber relativ hoch sind, empfiehlt sich eine baldige Tilgung, damit das finanzielle Gleichgewicht im Unternehmen nicht aus den Fugen gerät. Denn wenn ein Unternehmen zu viele Verbindlichkeiten anhäuft, ist die Gefahr einer Firmeninsolvenz bei schlechter Auftragslage relativ hoch.

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