Welche Arten von Bearbeitungsgebühren berechnen Kreditbanken?

5. Mai 2009 | Rubrik: ZEIT IST GELD: Aktuell im Magazin

Kredite scheinen oft gar nicht so teuer zu sein, wie man immer erzählt bekommt. Diesen Eindruck erhält man zumindest, wenn man den Werbeplakaten und Anzeigen vieler großer Banken glaubt, die mit niedrigen Nominal- und Effektivzinsen werben und teure Gebühren im Kleingedruckten zu verstecken versuchen. Aber nicht nur bei Banken, sondern besonders bei Anbietern aus dem Internet sollte man als potentieller Kreditnehmer vorsichtig sein.

Vielfach machen die teuren Nebenkosten beim Kreditabschluss einen Großteil der Gesamtkosten aus. Zwar sind die Banken dazu verpflichtet, die mit dem Kreditabschluss verbundenen Kosten der Transparenz wegen in den Effektivzins einzurechnen, die Werbung der Banken bezieht sich aber meist auf langlaufende Kredite, bei denen die Auswirkungen auf den Effektivzins gering sind. Somit unterscheiden sich Nominal- und Effektivzins nur geringfügig und für den potentiellen Kunden entsteht der Eindruck, die Gebühren seien besonders niedrig.

In der Regel berechnen Banken eine Abschlussgebühr, welche in der Regel einen Bruchteil des Darlehensbetrags ausmacht. Oft beläuft sich diese Gebühr auf 1 bis 3 Prozent der Darlehenssumme. Diese Kosten werden in den Effektivzins eingerechnet. Nicht in den Effektivzins eingerechnet werden dagegen Gebühren, die zum Beispiel für die vorzeitige Ablösung eines Darlehens berechnet werden. Deswegen schlagen hier viele Banken gnadenlos zu und kassieren dreist Gebühren von einigen Prozent ab!

Ebenfalls bei der Berechnung des Effektivzinses unberücksichtigt bleiben Bearbeitungsgebühren für das Stellen eines Kreditantrags, die vor allem Internetanbieter berechnen. Hier ist besondere Vorsicht geboten, da es oft nicht die Absicht der Anbieter ist, überhaupt einen Kredit zu vergeben. Vielmehr beruht ihr Geschäftsmodel auf dem Kassieren teurer Vorabgebühren. Seriöse Anbieter verlangen generell keine Vorabgebühren.

Eine weitere Gebührenfalle ergibt sich aus teuren Versicherungen, die viele Banken ihren Kunden im Rahmen des Kreditvertrages aufdrängen möchten. Besonders zweifelhafte Popularität erlangten sogenannte Restschuldversicherungen, deren Abschluss viele Banken für die Vergabe eines Kredits voraussetzen. Der Abschluss derartiger Policen macht nicht in allen Fällen Sinn.



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