Wohnbaufinanzierung
23. Okt 2009 | Rubrik: Baufinanzierung / ImmobilienfinanzierungDie Wohnbaufinanzierung stellt einen umfangreichen Teil des Finanzierungsbereiches dar und wird heutzutage von nahezu jeder Person auf die eine oder die andere Art in Anspruch genommen, die den Kauf oder auch den Erwerb eines Eigenheims finanzieren möchte. Es handelt sich in der Regel dabei um eine sehr umfangreiche Finanzierung, da viele Faktoren berücksichtigt werden müssen. Nur selten wird die gesamte Wohnbaufinanzierung mittels eines einzigen Darlehens vorgenommen, sondern in den meisten Fällen kombiniert man als Kreditnehmer und Wohnbaufinanzierer unterschiedliche Kreditarten miteinander, um eine möglichst optimale Struktur der Gesamtfinanzierung erzielen zu können.
So stehen im Bereich Wohnbaufinanzierung zum Beispiel Annuitätendarlehen und Endfällige Darlehen als Hypothekendarlehen zur Verfügung, ebenso wie Bauspardarlehen oder KfW-Darlehen. Eine Wohnbaufinanzierung hat also mitunter auch zum Ziel, die vorhandenen Darlehensmittel in optimaler Art und Weise zu nutzen, da jedes Darlehen für sich einige Vorteile gegenüber den anderen Alternativen aufweisen kann.
Am häufigsten wird das Immobiliendarlehen in Form des Annuitätendarlehens zur Wohnbaufinanzierung genutzt. Als Kreditnehmer kann man hier zwischen variablen Zinsen und einer Zinsfestschreibung von durchschnittlich fünf, zehn, 15 oder 20 Jahren wählen und generell von den vergleichsweise niedrigen Hypothekenzinsen profitieren, wenn man diese einmal mit den Kreditzinssätzen für andere Darlehensarten (Ratenkredit oder Dispositionskredit) vergleicht.
Noch günstigere Zinsen kann man in der Regel im Rahmen des Bauspardarlehens erhalten, welches man nach der Zuteilungsreife des Bausparvertrages nutzen kann. Aus diesem Grunde gehört das Bauspardarlehen eigentlich in jede gute Wohnbaufinanzierung hinein, sofern die Finanzierung an sich vorher absehbar war, denn beim Bausparvertrag benötigt man natürlich einige Jahre an „Vorlaufzeit“, weil zuerst eine bestimmte Summe angespart werden muss, bevor man das Bauspardarlehen mit den günstigen Zinsen erhalten kann.
Auch auf das KfW-Darlehen sollte man im Rahmen einer Wohnbaufinanzierung nicht verzichten, denn zum einen sind die Zinsen hier nochmal etwas niedriger als beim Hypotheken- und beim Bauspardarlehen, und zum anderen kann man beim KfW-Darlehen auch tilgungsfreie Zeiten in Anspruch nehmen. Dieses ist besonders in den ersten Jahren der Baufinanzierung mitunter von sehr großem Vorteil, da die monatliche Belastung so reduziert werden kann.
Neben der Wahl der Darlehensarten sollte man bei der Wohnbaufinanzierung auch darauf achten, alle möglichen staatlichen Förderungen und steuerlichen Begünstigungen in Anspruch zu nehmen, von denen es mittlerweile einige gibt, angefangen von der Wohnungsbauprämie bis hin zum Wohnriester.
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