Kreditwürdigkeit und ihre Prüfung

30. Okt 2008 | Rubrik: Kreditlexikon / Glossar

Die Kreditwürdigkeit konnte sich auch unter dem Begriff Bonität in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Kriterien bei der Vergabe von Darlehen entwickeln. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Eigenschaft, die sich sowohl auf natürliche Personen, als auch auf Unternehmen und Staaten beziehen kann. Neben der Zahlungswilligkeit umfasst die Kreditwürdigkeit die wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit.

Die Kreditwürdigkeit wird von Finanzunternehmen bei Kunden anhand verschiedenster Faktoren bestimmt. Zu den wichtigsten Merkmalen gehört jedoch die wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit. Diese wird von den Finanzunternehmen mit oberster Priorität beachtet und ist zudem auch für die Bearbeitung eines Kredites entscheidend. In die Ermittlung und Konkretisierung dieser Größe fließen unterschiedliche Sektoren ein. Hierbei kann es sich sowohl um die Einkommensnachweise, als auch um Bilanzen bei Unternehmen handeln. Im Rahmen der Prüfung der Kreditwürdigkeit eines Kunden greifen Banken auf betriebswirtschaftlich–statistische Grundlagen zurück. Diese können verschiedener Natur sein. In der Regel sind diese jedoch von Finanzunternehmen zu Finanzunternehmen gleich. Anhand dieser Grundlagen wird die Kreditwürdigkeit eines Kunden beurteilt und mit einer Zahl, die auch als Index bezeichnet wird, definiert.

Die Prüfung der Kreditwürdigkeit nimmt bei den meisten Finanzunternehmen mehrere Tage in Anspruch. Eine wichtige Rolle spielen hier auch die individuellen Schufa Eigenschaften. Abstufungen werden bei der Kreditwürdigkeit auch als scores oder Ratings bezeichnet. Durch die einzelnen Überprüfungen soll sicherlich in erster Linie eine Sicherheitsgrundlage für die Finanzunternehmen als die Kreditgeber geschaffen werden. Zum anderen versuchen Finanzunternehmen ihre Kunden durch die Prüfung der einzelnen Eigenschaften auch vor der individuellen Schuldenfalle zu bewahren.

Die einzelnen Stufen, die letzten Endes die Kreditwürdigkeit eines Kunden definieren, korrelieren mit der vorhandenen statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit. Wird ein Kunde mit einer guten Kreditwürdigkeit gleichgesetzt, bedeutet dies auch, dass er über ein geringes Ausfallrisiko verfügt. Bei der Ermittlung der Kreditwürdigkeit kann zwischen acht verschiedenen Einstufungen unterschieden werden. Diese acht Stufen wurden in den vergangenen Jahren von der Creditreform konkretisiert und festgelegt.

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