Abrufdarlehen | Geld auf Abruf – günstiger als der Dispo
17. Jun 2009 | Rubrik: Alle Arten von Krediten & Darlehen erklärtDas Abrufdarlehen, auch als Abrufkredit bekannt, wird von einigen Banken angeboten und ist für den Verbraucher eine wirklich interessante Alternative zum Dispositionskredit. Trotz der niedrigen Zinsen am Finanzmarkt zahlen die Kreditnehmer für den Dispositionskredit, der ihnen im Zusammenhang mit der Führung des Girokontos eingeräumt wird, im Durchschnitt mehr als 12 Prozent Zinsen. Wer sich ständig im Dispo bewegt, für den wird das über das Jahr gerechnet eine teure Angelegenheit.
Um sich dieser Situation zu entziehen, kann der Abrufkredit nützlich sein. Abrufkredite sind Darlehen, die einmal in bestimmter Höhe, in der Regel in der Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers, auf unbefristete Zeit genehmigt werden. Dabei entstehen weder Bearbeitungs- noch Bereitstellungsgebühren. Die Kreditnehmer zahlen nur Zinsen für den Kreditbetrag, den sie tatsächlich in Anspruch nehmen und die Zinsen für Abrufdarlehen beginnen schon bei 7,9 Prozent, sind also wesentlich günstiger als beim Dispositionskredit. Ein weiterer Vorteil der Abrufkredite, das Girokonto muss nicht bei der Bank geführt werden, bei der ein Abrufkredit läuft. Meist wird dieser Kredit online verwaltet und der Kunde kann aus seinem Kreditrahmen nach Belieben Geld abrufen, dass dann umgehend auf sein Girokonto überwiesen wird.
Die Tilgung des Abrufdarlehens erfolgt nicht in monatlich festgesetzten Raten, meist legen die Banken einen Mindestbetrag von 50 Euro oder einen bestimmten Prozentsatz des Saldos als Mindesttilgung fest und was darüber hinaus getilgt wird, geschieht nach den finanziellen Möglichkeiten, die der Kreditnehmer hat. Leider gibt es immer noch zu wenige Banken, die Abrufkredite anbieten, welche das sind, kann der interessierte Verbraucher im Internet recherchieren und auch den günstigsten Anbieter finden.
Eine Warnung gibt es an dieser Stelle aber an jene Verbraucher, die sich mit der Absicht tragen, ein Abrufdarlehen zusätzlich zum Dispositionskredit zu nutzen, um sich noch mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen. Das kann ganz schnell dazu führen, dass der Weg in die Schuldenfalle vorprogrammiert ist.
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